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Test - Worms 3D : Worms 3D

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Geschossen wird neuerdings aus der Ego-Ansicht (Q-Taste, die wie auch E gedrückt gehalten werden muss). Das Zielen gestaltet sich komfortabel und einfach, allerdings fällt es nicht immer leicht, Tiefenabstände korrekt einzuschätzen. So landet schon mal die ein oder andere Banane (ein äußerst wirkungsvolles Explosions-Geschoss) im tiefen Ozean. Apropos: Indoor-Karten sind passé, es wird nur noch in der freien Natur gekämpft. Aufgrund der zahlreich variierten Maps ist das aber kein schwer wiegender Nachteil.

The way of the Wurm
Einzelspieler sehen sich einer echten Fülle von Missionen gegenüber, die für langhaltigen Spielspaß sorgen. Nach Absolvieren der kurzen Tutorials, die für alt eingesessene 'Worms'-Kenner ohnehin ein Klacks sind, gilt es, die verschiedenen Levels freizuschalten - einer nach dem anderen. Die KI macht im Vergleich zum Vorgänger einen leicht ausgereifteren Eindruck und benutzt nun immerhin auch einmal Jetpacks oder andere Optionen, die über das Abfeuern eines Raketenwerfers hinausgehen. Während der Anspruch an den Spieler quantitativ merklich gewachsen ist, bewegt er sich auf qualitativer Ebene in etwa auf demselben Niveau wie bei 'Worms World Party', wobei die Schwierigkeit der Missionen selbstverständlich mit der Zeit zunimmt.

Das Spielprinzip erlaubt naturgemäß nicht viele Variationen, die Entwickler holten aus dem Stoff jedoch nahezu alles Mögliche heraus. So dürft ihr nicht nur routinemäßig andere Würmer-Teams auseinandernehmen, sondern auch gelegentlich mit Fallschirmen und Jetpacks Zielfliegen veranstalten oder euch per Shotgun und Granate in einem 'Moorhuhn'-ähnlichen 'Contest'-Modus versuchen. Der Abwechslungsreichtum der Missionen geht insgesamt voll in Ordnung, zumal nicht nur Ideen des Vorgängers übernommen, sondern auch neue umgesetzt wurden. Negativ stößt auf, dass die als Briefings eingeblendeten Texte im 3D-Modus viel zu schnell wieder verschwinden und so oft kaum lesbar sind - die Missionsziele ergeben sich jedoch meist ohnehin von selbst.

Gemeinsam sind wir stark
... oder so ähnlich. Jedenfalls liegt das Hauptaugenmerk auch bei 'Worms 3D' wieder auf ausgiebigen Multiplayer-Partien. An einem PC, im LAN oder per WormNet (basierend auf GameSpy) können sich bis zu vier Kollegen miteinander messen und prüfen, wer der Wurm-King ist. Zur Verfügung stehen die gleichen Waffen und Utensilien wie im Singeplayer, also die ganze Palette von Schubser und Ninja-Seil über Uzi, Haftbombe, Dynamit, Schaf und Superschaf (welches fliegt und steuerbar ist) bis hin zur Atombombe und der offensichtlichen Lieblings-Waffe der Entwickler, der Alten Oma. Für reichlich Tötungs-Möglichkeiten ist also gesorgt.

Obwohl die KI wenig wirkliche Schwächen aufweist, ist es dann doch angenehmer, sich mit einem echten Menschen zu balgen, der nicht trotz Windstärke 10 und schlecht abschätzbarer Distanz punktgenau auf den angepeilten Wurm trifft. Hier erreicht 'Worms 3D' fast wieder den Grad an Spaß, der die Vorgänger so eindrucksvoll auszeichnete. Der Wormpot bietet Dutzende zusätzliche Spieloptionen, die - mit ein wenig Kreativität kombiniert - für noch mehr Spielmodi sorgen.

Der Ort des Geschehens
Eigene Karten könnt ihr nicht mehr erstellen - das wäre wohl auch nicht übersichtlich zu realisieren gewesen. Stattdessen greift ihr für Multiplayer-Matches entweder auf die vorgefertigten und teilweise lobenswert genial designten Karten zurück oder lasst euch anhand von sieben Parametern, die ihr nach Belieben einstellen könnt, eine Landschaft generieren. Stilistisch stehen hierfür die Settings Mond, Krieg, Pirat, England, Horror und Arktis zur Verfügung. Zwar gleicht durch den dabei aktiven Zufallsgenerator kein Land dem anderen, letztendlich sehen und spielen sich die meisten Maps jedoch relativ gleich.

Die Landschaften sind nach wie vor voll zerstörbar. Was in 2D noch für extrem lustige Möglichkeit sorgte, kollidiert in 3D mit den bereits beschriebenen Kamera- und Steuerungs-Problemen. Es passiert nicht selten, dass fast eine ganze Rundenzeit damit draufgeht, einen Wurm aus einem soeben geschossenen Loch zu befreien. In dieser Hinsicht stellt 'Worms 3D' einen bedeutenden Rückschritt dar, man vermisst schnell die jederzeit übersichtlichen Areale des Vorgängers.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Als eingefleischter 'Worms World Party'-Fan bin ich vom Nachfolger etwas enttäuscht. Was Team17 mit zeitgemäßer Technik herausholt, wird durch die beschriebenen Probleme wieder zunichte gemacht. Es gibt abgesehen von Grafik und Missionsanzahl keinen Punkt, der wesentlich verbessert wurde, und so bleibt trotz teilweise mehr als ordentlichen Spaßfaktors der fade Beigeschmack, dass eine Neuauflage in 2D vielleicht doch mehr Freude bereitet hätte. Einige der Mängel waren allerdings vermeidbar, so dass zu hoffen bleibt, dass Team17 mit dem angekündigten Patch nicht nur technische Probleme im Multiplayer-, sondern auch die Einschränkungen des Singleplayer-Modus behebt. Fans der Serie sei der Kauf jedoch trotz aller widriger Umstände angeraten: Das alte 'Worms'-Flair ist nicht verloren gegangen.

Überblick

Pro

  • kunterbunte Grafik, schnuckelige Animationen
  • toller Sound
  • insgesamt ordentliche 3D-Portierung des Spielprinzips
  • nach wie vor viel Spaß im Multiplayer-Part
  • zum Kreischen komische Zwischensequenzen

Contra

  • störende Probleme mit der Steuerung
  • stellenweise unübersichtlich
  • Zielen und Abschätzen von Distanzen teils schwierig

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