Ein abgespecktes Total War mit einigen hübschen Ideen, das sich vor allem an Einsteiger richtet, sich aber auch etliche Schnitzer leistet
Wer bisher immer ein Problem mit der Komplexität und dem nötigen Zeitaufwand der Total-War-Reihe hatte, findet mit Troy: A Total War Saga womöglich das perfekte Spiel vor, um das grandiose Spielprinzip zu genießen, ohne befürchten zu müssen, in einem Meer aus Mikromanagement zu ertrinken. Damit eignet sich der neue Ableger vor allen Dingen für Neulinge, die sich schon immer von der Faszination Total War angezogen fühlten, aber bislang vor der Vielzahl an Möglichkeiten abgeschreckt wurden. Aus dem gleichen Grund ist das Spiel für Profis und Hardcore-Fans aber weniger geeignet, denn für diese dürfte der Titel deutlich zu einfach sein.
Troy: A Total War Saga reduziert das bewährte Spielprinzip der Reihe auf angenehm entschlackte Grundkomponenten, reichert diese aber auch mit vielen guten Ideen an. Dennoch leistet es sich viele kleine und große Schnitzer. So stellt sich die KI auf beiden Seiten nicht sonderlich clever an, die Schlachten sind deutlich zu simpel geworden und in den altbackenen Kampfanimationen lässt sich das Alter der Engine zweifellos erkennen. Troy: A Total War Saga ist kein schlechtes Spiel, aber an die Qualität seiner Vorgänger reicht es nicht heran.
Überblick
Pro
übersichtliches Menü
starke Unterschiede bei den Fraktionen und den Helden
unterschiedliche Heldenquests
guter Spielfluss
starkes Art-Design
schöne Kulisse
riesige Kampagnenkarte
gewitzte Vermischung von griechischer Historie und Mythologie
zwei Siegbedingungen
hohe Spielzeit
Contra
kein Multiplayer, keine Szenarien
keine Seeschlachten
verbündete KI oft nutzlos
altbackene Kampfanimationen
taktisch anspruchslose Gefechte
kaum Vielfalt unter den Einheiten
stark eingeschränkte Möglichkeiten
kein Gleichgewicht beim Ressourcen-System
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