Es ist stressig, es ist schrullig und in vielerlei Hinsicht weit von der Perfektion entfernt. Aber genau deswegen versprüht der Bus Simulator einen besonderen Charme. Klingt komisch, ist aber so. Nüchtern betrachtet geht es um kein besonders gutes Gesamtprodukt. Schlechte Passagier-Animationen, unrealistische Geldsummen im Management und eine verdammt feinfühlige Joypad-Steuerung inmitten eines völlig überladenen Perlenketten-Straßenverkehrs sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Da die Kernbeschäftigungen des Spiels, also das Fahren und der Management-Anteil, jedoch reibungslos funktionieren, sehe ich die mannigfaltigen Unzulänglichkeiten nur als Begleiterscheinungen an.
Ich gebe zu, sogar mehr als ein wenig Spaß beim Testen verspürt zu haben, was hauptsächlich am Umgang mit den Bussen selbst lag. Länger als eine Stunde pro Sitzung gibt der Busfahreralltag nicht her, aber ich bin gewillt, mir in meiner Freizeit mehr davon anzutun. Ich gehe davon aus, dass das keine Sache für Jedermann ist. Ich sitze auch gerne in einer virtuellen U-Bahn-Steuerkanzel, daher bin ich wohl schon etwas abgehärtet, was dieses Genre angeht. Eine allgemeine Empfehlung kann ich somit nicht aussprechen, aber vielleicht hat auch jemand von euch eine Schwäche für diese Art von Spiel.
Überblick
Pro
authentische Busmodelle
akribisch nachgestellte Bus-Technik
komplexe Steuerung
nachvollziehbares Fahrverhalten
nette Umgebungsgrafik
halbwegs schlüssiger Management-Teil
Contra
furchtbare Passagier-Animationen
wenige Passagiermodelle
lächerliche Passagier-Gespräche
unrealistische Geldsummen im Management
schlechte Simulation des Stadtverkehrs
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