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Preview - James Cameron's Avatar: The Game : Lizenzschrott oder Sci-Fi-Epos?

  • PC
  • PS3
  • X360
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Solche magischen Fähigkeiten sind keineswegs die einzigen Elemente, die an ein Rollenspiel erinnern. Denn in Avatar: The Game wird fleißig hochgelevelt. Für jeden Abschuss und für jedes Lösen einer Aufgabe erhaltet ihr Erfahrungspunkte. Diese werden übrigens in den Shoots auch deutlich auf dem Bildschirm angezeigt. Sobald ihr genügend Punkte gescheffelt habt, steigt ihr ein Level auf und erhaltet ähnlich wie in Modern Warfare Upgrade-Packs mit neuen Skills, Waffen oder Ausrüstungsgegenständen. Oder aber ihr erhaltet Verbesserungen für die schon vorhandenen Hilfsmittel.

Das motiviert natürlich, möglichst viele Abschüsse selbst zu erledigen, anstatt Erfahrungspunkte an die NPCs abzugeben. Überdies lohnt es sich, optionale Nebenaufgaben zu lösen. Ebenfalls ähnlich wie in einem Rollenspiel: Ihr verwaltet eure Ausrüstung sowie die ganzen Skills (und deren Hotkey-Verteilung) im Pausenmenü, dort sammeln sich auch unzählige Hintergrundinformationen zu den ganzen Gegenständen, Charakteren, Tieren, Pflanzen, Orten, Maschinen und vielem mehr.

Stimmige Kino-Sphäre

Der Kinofilm Avatar soll neue Standards setzen, was 3D-Filme und Render-Optik angeht. Entsprechend gespannt darf man auf die technische Klasse des Videospiels sein. Immerhin sind die Programmierer von Ubisoft Montreal für den Titel zuständig, die schon beeindruckende Grafikarbeit in Far Cry 2, Assassin's Creed und Splinter Cell ablieferten. Unsere Preview-Fassung war noch merklich unfertig: Heftiges Tearing, Framerate-Einbrüche sowie plötzlich wegploppende Details werden bis zur Veröffentlichung der Verkaufsversion wohl noch behoben. Aber auch beim Kantenflimmern und den kargen Animationen sollten die Entwickler Hand anlegen.

Ansonsten macht die Optik einiges her: Vor allem die Dichte der Flora Pandoras und die stimmigen Effekte können sich sehen lassen. Da fällt es nicht so stark ins Gewicht, dass einige Objekte recht eckig und manche Texturen matschig ausfallen. Der Sound punktet schon jetzt mit typischen Hollywood-Orchesterklängen. Besonders gefällt aber die Atmosphäre irgendwo zwischen Sci-Fi-Märchen, Kriegsepos und Jurassic Park.

Wenn ihr durch Pandora düst und zahlreiche NPCs in heftige Kämpfe verwickelt sind, macht Avatar schon in der unfertigen Fassung richtig Laune. Anhand solcher Momente lässt sich überdies erahnen, dass der Mehrspielermodus viel Potenzial hat. Gerade Fans von Star Wars: Battlefront sollten James Camerons Epos in spielbarer Form im Auge behalten. Der Mehrspielerpart ließ sich in unserer Version noch nicht ausprobieren. Schade, warten wir halt auf die Testfassung, die hoffentlich bald eintrudeln wird.

Fazit

von David Stöckli
Nach dem gelungenen King-Kong-Videospiel stehen die Zeichen gut, dass Ubisoft auch mit Avatar: The Game eine mehr als brauchbare Videospielumsetzung eines Hollywood-Blockbusters abliefert. Vor allem die beiden unterschiedlichen Rassen bergen viel Potenzial für unterhaltsame Stunden. Aber auch die Rollenspiel-Elemente, die epischen Gefechte mit Soldaten und Na'vi-Kriegern sowie die unterschiedlichen Fortbewegungsmittel machen Lust auf das finale Spiel. Unsere Preview-Fassung hinterließ insgesamt einen guten, aber noch nicht überragenden Eindruck: Das Missionsdesign ist noch etwas anspruchslos und technisch benötigt das Action-Adventure noch einiges an Feinschliff.

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