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Test - Razer Raiju V3 Pro : Test: Premium-Pad mit gewissen Macken

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Mit dem Raiju V3 Pro schickt Razer einen ambitionierten High-End-Controller ins Rennen, der sich preislich mit rund 210 Euro im Premium-Segment positioniert. Entsprechend richtet sich das Gamepad an anspruchsvolle Spielerinnen und Spieler, die Wert auf Präzision, Anpassbarkeit und hochwertige Technik legen. Unterstützt werden Playstation 5 und PC; das Pendant für die Xbox Series X/S hört auf den Namen Wolverine V3 Pro.

Mit nur 258 Gramm gehört der Raiju V3 Pro zu den angenehm leichten Pro-Controllern. Das zahlt sich aus: Das Pad liegt sehr gut in der Hand, wirkt perfekt ausbalanciert und ermüdet auch bei langen Sessions nicht. Im Vergleich mit dem Standard-Dualsense fällt das Razer-Modell insgesamt ein wenig höher und breiter aus. Daher richtet sich die Ergonomie an größere Hände respektive längere Finger – andernfalls könnte es Schwierigkeiten geben, sämtliche Tasten komfortabel zu erreichen.

Die gummierten, leicht angerauten Griffe sorgen für einen stabilen und sicheren Halt, selbst bei schweißtreibenden Matches. Besonders positiv fallen die zwei zusätzlichen Tasten auf, die neben Bumpern und Triggern sitzen: Sie sind nach oben ausgestellt und dadurch erreichbar, ohne dafür die Fingerhaltung verändern zu müssen. Gleiches gilt für die vier rückseitigen Tasten, auf denen Mittel- sowie Ringfinger bequem ruhen können. Ein ungewolltes Auslösen passiert nur, wenn man den Controller sehr fest im Griff hat.

​Technik, Tasten und Sticks

Razer setzt beim Raiju V3 Pro konsequent auf moderne Technik. Mikroschalter für die Aktionstasten sorgen für einen satten, klar definierten Klick und extrem schnelle Auslösung. Ergänzt wird das Ganze durch TMR-Sticks und Hall-Effekt-Trigger, die nicht nur präziser arbeiten, sondern auch deutlich langlebiger sind als klassische Potentiometer.

Die Triggerstops lassen sich manuell einstellen. Bei aktivierter Arretierung agieren sie ebenfalls als Mikroschalter – ideal für Shooter oder kompetitive Spiele, bei denen jede Millisekunde zählt. Das Layout setzt auf symmetrisch angeordnete, konkave Analogsticks. Mitgeliefert werden zudem ein langes konkaves Modell und eine kurze konvexe Alternative, die ziemlich glatt ausfällt – der eine oder andere Daumen könnte davon abrutschen. Am grundsätzlichen Aufbau des Pads lässt sich dagegen nichts verändern: Sowohl Sticks als auch Digikreuz sind fest verbaut.

Die vier Rückseiten-Tasten können mithilfe eines beiligenden Werkzeugs gegen größere oder kleinere Varianten ausgetauscht werden, die sich ebenfalls im Lieferumfang befinden. Das gestaltet sich jedoch knifflig: Jede Taste ist mit einer winzigen Schraube gesichert, die sich unter einer fragilen Gummiabdeckung verbirgt. Wer häufig wechselt, riskiert beschädigte Gummis und Schrauben. Ein System mit magnetischer Aufhängung, ähnlich Sonys Dualsense Edge, wäre deutlich komfortabler gewesen.

Probleme mit den Profilen

​Ein Highlight ist die Akkulaufzeit von rund 36 Stunden, die selbst intensive Gaming-Wochenenden problemlos übersteht. Geladen wird über den USB-C-Anschluss – ein (lediglich) zwei Meter langes Kabel liegt ebenso bei wie ein Wireless-Adapter für die kabellose Nutzung an PC und PS5. Zusätzlich verfügt der Controller über einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer beziehungsweise Headsets.

Über die kostenlose Razer-App für Mobile-Geräte oder Desktop lässt sich der Raiju V3 Pro umfangreich anpassen: Deadzone sowie Empfindlichkeit der Sticks, Trigger-Weg oder die Funktionen der sechs Zusatztasten sind nur einige der Möglichkeiten, den Controller zu personalisieren. Gespeichert werden die Einstellungen in vier verschiedenen Profilen.

Beim Zocken erfolgt der Wechsel zwischen diesen Profilen per gleichzeitigem Druck auf die Systemtaste (zwischen PS- und Mute-Button liegend) und einen der vier Face-Buttons, allerdings ohne jegliche Rückmeldung. Es gibt weder eine LED noch akustische Hinweise, die erkennen lassen, welches Profil gerade aktiv ist. Darum muss man sich die Belegung merken oder notieren, was unnötig umständlich ist. Auch das Einschalten des Controllers dauert vergleichsweise lange. Auf der Playstation wird dabei gleich das Crossbar-Menü aufgerufen; ein Remote-Start der PS5 ist nicht möglich.

Im reinen Spielbetrieb liefert der Raiju V3 Pro jedoch ab. Dank reaktionsfreudiger Tasten, präziser Sticks und kurzer Trigger-Wege ist er optimal für Shooter wie Call of Duty: Black Ops 7 oder Battlefield 6. Aber auch bei Sportspielen wie EA Sports FC 26 oder Fighting Games à la Tekken 8 spielt der Controller seine Vorteile aus: Ergonomie, Präzision, Schnelligkeit und natürlich Zusatztasten. Aber auch Beat-‘em-ups und Shoot-‘em-ups machen dank des präzise arbeitenden Digikreuzes jede Menge Spaß: Mit seinen satten Klicks erinnert der Raiju V3 Pro an Arcade-Sticks.

Greift zu, wenn...

... du einen reaktionsschnellen und leichten Controller mit langer Akkulaufzeit haben willst.

Spart es euch, wenn...

... nicht nur das Handling, sondern auch die Komfortfunktionen erstklassig sein sollen.

Fazit

Sascha Göddenhoff - Portraitvon Sascha Göddenhoff

>> 11 Gamepads mit Halll-Effekt oder TMR <<

Der Razer Raiju V3 Pro ist ein technisch starker Pro-Controller mit exzellentem Handling, moderner Sensorik und sehr langer Akkulaufzeit. Ambitionierte und kompetitive Spieler profitieren von den schnellen Mikroschaltern und Hall-Effekt-Komponenten, die zudem eine lange Haltbarkeit versprechen. Umso merkwürdiger sind gewisse Designentscheidungen, die den Gesamteindruck trüben: das umständliche Montieren der Rücktasten, die fehlende Anzeige der Profile und das kurz geratene USB-C-Kabel. Geht es um die reine Leistung beim Spielen, ist der Raiji V3 Pro absolut empfehlenswert. In Sachen Bedienungskomfort lässt der Controller jedoch einige Wünsche offen, die bei einem Preis von rund 210 Euro leichte Bauchschmerzen verursachen – und einen auf die (teils günstigeren) Alternativen von Nacon und Co. schauen lassen.

Überblick

Pro

  • sehr gutes Handling
  • geringes Gewicht
  • TMR-Sticks und Hall-Effekt-Trigger
  • lange Akkulaufzeit
  • viele Anpassungsmöglichkeiten via App

Contra

  • keine Anzeige für aktives Profil
  • Sticks und Digikreuz fest verbaut
  • umständlicher Tausch der rückseitigen Tasten
  • kurzes Ladekabel

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