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News - Warner Bros. : Übernahme durch Paramount vorerst ausgebremst

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    Die geplante Gigantenfusion der Traditionsstudios Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery steht vor einer unerwarteten Hürde. Eine US-Bundesrichterin in Kalifornien hat die Übernahme im Wert von rund 110 Milliarden US-Dollar per einstweiliger Verfügung vorübergehend auf Eis gelegt. Damit folgte das Gericht dem Antrag einer Koalition aus zwölf US-Bundesstaaten unter der Führung von Kalifornien. Die Kläger sehen in dem Zusammenschluss einen massiven Verstoß gegen das Kartellrecht und befürchten erhebliche Nachteile für den gesamten Unterhaltungssektor sowie für die Verbraucherschaft. Durch die richterliche Anordnung wird der für Ende Juli geplante Vollzug der Transaktion um mindestens 14 Tage verschoben.

    Im Zentrum des Rechtsstreits steht der Vorwurf der Marktkonzentration. Die Generalstaatsanwälte argumentieren, dass die Vereinigung zweier der größten Hollywood-Studios den Wettbewerb in der Film- und Fernsehbranche faktisch auslöschen würde. Nach Berechnungen der Kläger würde der neue Branchenriese fast ein Drittel des US-Marktes für Kinoveröffentlichungen sowie erhebliche Anteile des Kabelfernsehmarktes kontrollieren. Gemeinsam mit den verbleibenden Großkonzernen wie Disney, Universal und Sony würden künftig nur noch vier Unternehmen über 90 Prozent des Marktes für große Blockbuster-Produktionen beherrschen.

    Dies könnte laut den Bundesstaaten zu höheren Preisen für Kinokarten und Kabel-Abonnements führen und gleichzeitig die Verhandlungsposition von Filmschaffenden und Angestellten schwächen. Richterin Araceli Martínez-Olguín betonte in ihrer Begründung, dass die klagenden Staaten schwerwiegende kartellrechtliche Bedenken vorgebracht haben und das öffentliche Interesse eine vorläufige Aussetzung des Deals rechtfertige.

    Für den 3. August wurde eine entscheidende Anhörung angesetzt, bei der über eine längerfristige einstweilige Verfügung entschieden wird. Sollte das Gericht dieser stattgeben, könnte der Deal für die gesamte Dauer des Gerichtsverfahrens blockiert werden.

    Für Paramount stellt der Zeitverzug ein erhebliches finanzielles Risiko dar. Das Unternehmen hatte gehofft, den Deal zeitnah abzuschließen. Sollte die Transaktion nicht bis Ende September vollzogen sein, greift eine vertragliche Klausel, die Paramount zur Zahlung einer täglichen Entschädigung von rund sieben Millionen Dollar an Warner Bros. Discovery verpflichtet.

    Paramount wies die Vorwürfe der Staatsanwälte energisch zurück und erklärte, dass die Fusion rechtmäßig und wettbewerbsfördernd sei. Der Zusammenschluss sei notwendig, um im modernen Medienumfeld gegen marktbeherrschende Streaming-Plattformen wie Netflix zu bestehen. Das Gerichtsverfahren wird nun zeigen, ob der Megadeal noch gerettet werden kann.

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