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Preview - Dawn of War 2 : B.o.m.b.a.s.t.i.s.c.h.!!!

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Sechs Freunde sollt ihr sein

Für sechs Spieler sind die Karten ausgelegt und dementsprechend groß, jedoch nicht riesig. Relativ schnell kann man auf Truppenverschiebungen der Gegner reagieren, wenn man sie mitbekommt. Gleichmäßig verteilte Punkte müssen eingenommen werden, um den Energiefluss zu erhöhen oder Kommandopunkte zu bekommen. Am oberen Spielrand ist eine Anzeige angebracht, an der wir sehr schön ablesen können, welche Partei gerade vorne liegt. Zahlreiche Deckungsmöglichkeiten wollen genutzt werden.

Gestartet wird lediglich mit einem Haupthaus und dem Commander. Basenbau gibt es übrigens nie, auch nicht in der Solokampagne. Im Haupthaus können nur frische Truppen angefordert und zwei Entwicklungsstufen erforscht werden. Vor Beginn der Mehrspielerpartie suchen wir uns zunächst eine der vier Rassen und einen passenden Helden aus. Hier zeigte sich, dass Relic Wert darauf gelegt hat, unterschiedliche Einheiten einzubauen und somit vielfältige Taktiken möglich zu machen.

Space Marines und Orks ähneln sich noch relativ stark, Eldar und Tyraniden weichen zum Teil stark ab. Jeweils drei Helden stehen zur Auswahl. Bei den Space Marines können wir uns zwischen Force Commander (offensiv), Apothecary (Heiler) und Tech Marine (defensiv) entscheiden. Der Force Commander kann zusätzliche Einheiten vom Kommandoschiff oder das sehr effektive Bombardement anfordern. Dieses kommt aber erst sehr spät im Spielverlauf zum Einsatz, weil vorher die nötige Energie fehlt.

Bei den Orks warten der Warboss (offensiv), Kommando Nob (Stealth) und Mekboy (Support) auf ihren Einsatz. Diese Rasse haben wir leider zu wenig gespielt, um über ihre Fähigkeiten eine konkrete Aussage treffen zu können. Dafür haben wir uns ein wenig mehr mit den Eldar beschäftigt, die schon ein wenig anspruchsvoller zu spielen sind. Hit & Run ist mehr ihre Schiene, da die Einheiten relativ schwach gepanzert sind, dafür aber sehr starke Spezialfähigkeiten haben. Der Warlock ist offensiv eingestellt, der Warp Spider Exarch auf Teleportation spezialisiert und der Farseer für den Support zuständig.

Iiiih, eine Spinne!

Ganz vertrackt wird es bei den Tyraniden. Der Hive Tyrant ist riesig, mit schweren Stacheln bewaffnet und optimal für den offensiven Kampf gerüstet. Allerdings ist er auch sehr langsam im Vergleich zu den anderen Einheiten. Für den Tunnelbau ist der Ravener Alpha zuständig. Die Tyraniden lieben es, sich einzubuddeln und aus dem Hinterhalt anzugreifen. Dafür ist der Lictor Alpha genau der richtige Held. Er macht sich für die Gegner unsichtbar und greift gern im Verbund mit Assassinen an. Tyraniden haben zudem sehr effektive Sporenbomben.

Wer es schafft, die dritte Entwicklungsstufe zu erreichen, hat Zugriff auf die besten Einheiten im Spiel. Zwar gibt es nicht mehr die Titanen wie im ersten Dawn of War, aber dennoch die beliebten Panzer, Dreadnoughts und anderes schweres Geschütz. Eldar schicken ihren Feuergott ins Rennen, der gewaltige 6000 Lebenspunkte hat und eine echt schwer zu knackende Nuss darstellt. Mit seinem großen Schwert bringt er einen mächtigen Schlag zu Stande, der die Erde erzittern lässt. Insgesamt bieten alle vier Rassen eine große Auswahl an unterschiedlichen Einheiten, die zusätzlich mit Rüstungen, Waffen und Fähigkeiten ausgerüstet werden können. Vorausgesetzt natürlich, ihr habt ausreichend Energie gesammelt.

Ein Feature haben wir noch zum Abschluss. Wer sich einmal auf eine Rasse eingeschossen hat, wird sich darüber freuen, dass Relic ein Levelsystem extra für Mehrspielerpartien entwickelt hat. Bis zu 60 Level darf man aufsteigen. Als Belohnung winken jedoch keine erhöhten Charakterwerte oder stärkere Waffen, sondern Rüstungen, die immer mächtiger und besser aussehen. Wenn ihr also auf einen besonders erfahrenen Spieler trefft, werdet ihr dies an der Rüstung seiner Armee sofort erkennen. Spielerische Vorteile soll es absichtlich nicht geben, weil dies schwer auszubalancieren wäre. Als zusätzliches Schmankerl erhaltet ihr auch noch die Möglichkeit, die Rüstungen individuell zu bemalen.

Fazit

von Dennis Hartmann
Junge, Junge, Junge, Junge. Ich bin immer noch geplättet von dem Tag in Nottingham. Nicht unbedingt, weil mir das Essen aufs Gemüt geschlagen wäre, sondern von der spielerischen Qualität, die Relic mit Dawn of War 2 auf die Beine gestellt hat. Ich will das Spiel jetzt sofort hier auf meinem Tisch! Dass Strategiespiele hier zu Lande immer noch zu den Lieblingsgenres gehört, beweist die Tatsache, dass die deutsche Delegation die einzige war, die noch an den Rechnern saß, als rundherum schon abgebaut wurde. Den Italienern, Spaniern, Franzosen und Engländern war doch nicht etwa schon langweilig geworden? Zur allgemeinen Erheiterung schrie ein Redakteur kurz vor dem Aufstehen mit herunterhängendem Mundwinkel „Adriaaaaaaaan“. Das „Ich liebe dich“ fehlte an der Stelle leider.

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