News - BioWare : Nach EA-Übernahme wächst Sorge um BioWare und seine Zukunft
Mit der für EA geplanten Übernahme durch Saudi Arabia’s Public Investment Fund, Silver Lake und weitere Investoren machen sich bei BioWare Mitarbeiter:innen Sorgen um die Zukunft von Mass Effect, Dragon Age und der Studiokultur.
Die Nachricht von EA’s geplanten Kauf im Volumen von ungefähr 55 Milliarden Dollar durch Kontakte in Saudi-Arabien, private Equity-Firmen und Jared Kushner’s Affinity Partners hat in der Entwicklerbranche und bei BioWare besondere Wellen geschlagen. Zwar sind einige Details des Deals bereits bekannt, viele BioWare-Mitarbeiter machen sich jedoch Sorgen über mögliche Auswirkungen.
BioWare hat in den letzten Monaten bereits tiefgreifende Strukturveränderungen durchlaufen. Nach dem enttäuschenden Abschneiden von Dragon Age: The Veilguard sind zahlreiche Mitarbeiter teilweise dauerhaft auf andere EA-Teams verteilt worden. Das Studio gilt inzwischen als deutlich geschrumpft, mit weniger als 100 Vollzeitkräften. Viele Betroffene berichten, dass bislang angeblich temporäre Transfers nun fest etabliert sind, was Rückkehrmöglichkeiten schwierig macht.
Die Spekulationen reichen weit: Einige Mitarbeiter fürchten, dass bei strategischen Änderungen durch die neuen Eigentümer Studios wie BioWare etwa durch Budgetkürzungen, Projekteinstellungen oder Einschränkungen in Themen, die bislang eng mit BioWare verbunden waren, besonders ins Visier geraten könnten. Besonders sensibel ist die Frage, wie stark kreative Freiheit und Inhalte wie LGBTQ+-Repräsentation, Inklusion und progressive Narrative unter dem neuen Eigentümer stillschweigend reduziert werden könnten.
EA selbst hat in Kommunikation mit den Angestellten betont, dass sich kurzfristig durch die Ownership-Änderungen nichts ändern werde. Doch viele Mitarbeiter:innen nehmen das mit Vorsicht auf.
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Für die Fans bleibt die Situation beunruhigend. Mass Effect 5 wartet seit Jahren auf klare Termine und belastbare Informationen. Dragon Age hat mit Veilguard zuletzt „unter dem Soll“ abgeschnitten. Ob BioWare weiterhin Projekte in der bekannten Qualität und Diversität liefern kann, hängt jetzt stark von Entscheidungen ab, die hinter den Kulissen getroffen werden.
Eines ist sicher: BioWare steht am Scheideweg. Viele im Studio hoffen, dass der neue Eigentümer die Stärken des Entwicklerstudios wertschätzt – die Geschichten, Charaktere und Fantasie, die Fans über Jahre verbunden haben. Aber mit dem neuen Kapital kommen auch Erwartungen an Effizienz, Rendite und Kontrolle – Faktoren, die BioWare zuvor immer nur bedingt als Primärziele hatte.

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