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Test - Fight'N Rage : Prügelspaß vom Allerfeinsten!

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Anno dazumal rockten Final Fight, Double Dragon, Streets of Rage und weitere Brawler die Spielhallen und Heimkonsolen. Man lief von links nach rechts, verdrosch allein oder im Team reihenweise böse Jungs und hatte einen Riesenspaß dabei. Fight‘N Rage erzeugt genau diese Freude – mit spielerischen Mitteln aus den tiefsten Neunzigern. Und das ist herrlich!

Es muss nicht immer innovativ sein. Schaut man auf die klassischen Spielhallen-Genres Shoot-‘em-Up, Fighting Game und Beat-‘em-Up, lebt vor allem die seitlich scrollende Klopperei von ihrer Zugänglichkeit. Innerhalb weniger Sekunden hat der Spieler das Prinzip verstanden: Mit dem gewählten Charakter läuft man durch Straßen und Hinterhöfe, verdrischt mit Schlägen und Tritten die anrückenden Gegner und haut sich am Ende jeder Stage mit einem Boss. Die Story ist dabei maximal eine Randnotiz, denn es geht primär um Spielbarkeit, Abwechslung und Grafik. Wenn das alles ineinandergreift, macht auch der zweite, zehnte und zwanzigste Durchlauf noch Spaß.

Fight‘N Rage beweist, dass dieses alte und einfache Prinzip noch immer zünden kann, wenn man auf Experimente verzichtet und die oben genannten Kriterien beachtet. Das gelingt jedoch nur, wenn Liebe und Verständnis für das Genre vorhanden sind. Glücklicherweise bringt der Entwickler SebaGamesDev beides im Überfluss mit. Statt eines ganzen Studios steckt dahinter nur ein Mann, nämlich Sebastián García aus Uruguay: Er ist für das Design und die Programmierung von Fight‘N Rage verantwortlich, lediglich der treibende Rock-Soundtrack stammt vom Komponisten Gonzalo Varela.

Ursprünglich erschien das Spiel bereits im Jahr 2017 via Steam für den PC. In diesem September kamen Nintendo Switch sowie Xbox One dazu, und seit dem 3. Dezember darf nun auch auf der PlayStation 4 geprügelt werden. Die drei Portierungen übernahm das darauf spezialisierte Team von BlitWorks, das unter anderem Owlboy, Bastion und Wargroove auf die Heimkonsolen brachte.

Hiebevolle Huldigung

2-D-Comicoptik, drei unterschiedliche spielbare Figuren, abwechslungsreiche Stages und reichlich Gegner sind die wenig überraschenden Grundzutaten für Fight‘N Rage. Allein oder zu dritt zieht ihr los, um einem bösen General das Handwerk zu legen. Der hetzt natürlich seine Schergen auf euch, die ihr mit Fausthieben, Tritten und Spezialattacken plattmacht. Letztere zehren von einem blauen Energiekreis, den ihr durch Angriffe rasch füllt. Wollt ihr nicht darauf warten, opfert ihr etwas Lebensenergie für einen Rundumschlag oder eine rasche Folge von Angriffen.

Fight'N Rage - Console Launch Trailer

Fight'N Rage ist eine Liebeserklärung an alte Beat-'em-Ups wie Final Fight und Streets of Rage. Der Trailer stellt euch die Keilerei vor.

Verbindet ihr eure Attacken geschickt miteinander, steigt der Combozähler regelmäßig auf 30, 40 oder 50 Treffer an, was eurem Punktestand zugute kommt. Noch mehr fetzt das im Koop-Modus, weil ihr euch Feinde gegenseitig zuwerfen und sie anschließend durch die Luft prügeln könnt. Und wie es sich für das Genre gehört, greift ihr natürlich auch zur einen oder anderen Hieb- und Stichwaffe. Ihr kloppt euch mit Punk-Ratten, Kung-Fu-Affen, Boxer-Fliegen und anderen tierischen Fieslingen. Deren Design ist oftmals eine gelungene Verneigung vor bekannten virtuellen Kampfkünstlern früherer Tage. Gleiches gilt für die Riege der Bosse und Stages, die ebenfalls klassischen Mustern folgen. Dank zuschaltbarer Grafikfilter könnt ihr das alles auch "alt" aussehen lassen.

Spielerisch ist Fight‘N Rage ein wahres Fest! Sämtliche Aktionen klappen punktgenau, sind hübsch animiert und mit satten Soundeffekten unterlegt. Nach einer Weile entdeckt ihr neue Manöver, mit denen sich variabler und effektiver kämpfen lässt. Dazu ist das Spiel in jeder Beziehung fair. Zwar trefft ihr im späteren Verlauf auf einige harte Brocken, doch letztendlich lässt sich alles mit Lernbereitschaft, Ausdauer und natürlich Können lösen. Niemals nageln euch Feinde in einer Ecke fest oder landen Treffer, denen ihr nicht ausweichen könnt. An vernünftige Checkpoints wurde ebenfalls gedacht, so dass ihr nach dem Ableben keine langen Wege wiederholen müsst.

Eine weitere große Motivation sind die verschiedenen Routen samt unterschiedlicher Enden, die ihr erleben könnt. Das fördert nicht nur neue Storysequenzen, sondern teils völlig andere Stages zutage. Manchmal entscheiden eure Aktionen darüber, wie es weitergeht. Außerdem spielt es eine Rolle, welche der drei Spielfiguren ihr gewählt habt. Es lohnt sich also, auch mal den Kämpfer zu wechseln und während der Action die Augen offen zu halten. Sogar ein Game Over wird belohnt, denn ausgehend von euren bis dahin erspielten Punkten erhaltet ihr Geld, das für neue Kostümfarben, Figuren und sogar Spielmodi genutzt werden kann. Hier gibt es weder Download-Inhalte noch Season Pass, sondern ausschließlich freispielbare Extras – einfach traumhaft! 

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