Zum Glück im Game Pass enthalten – das reicht allemalIch bin ein großer Rick-&-Morty-Fan, und so hätte ein grobhumoriges Ballerspiel wie High on Life bei mir alle Chancen gehabt, auf williges Publikum zu treffen. Nun, zum Teil tat es das auch, weil der hintergründige Lo-Fi-Soundtrack coole Vibes versprüht und die ein oder andere Pointe ins Schwarze trifft. Aber wenn ich ein Videospiel genieße, dann muss der spielerische Anteil mindestens genauso unterhaltsam sein wie der erzählerische, und das ist leider nicht der Fall. High on Life sollte keineswegs als Gurke eingestuft werden, denn die Basis ist solide. Es geht vielmehr um mäßige Unterhaltung für Zwischendurch. Der fehlende Schliff in allen Belangen, die einen Metroidvania-verwandten Shooter auszeichnen, verdarb mir in den Test-Sitzungen allerdings regelmäßig den Spaß, sodass ich das Spiel immer wieder unterbrechen musste, um Motivation zum Weiterspielen zu sammeln.
>> Bekloppte Momente: Top 10 Saufgelage in Spielen <<
Als Dreingabe im Game Pass kann man High on Life locker mitnehmen, ohne sich über womöglich verschwendete 60 Euro zu ärgern. Der Humor allein trägt das Produkt lange genug und das langatmige Ballern geht nach einiger Eingewöhnungszeit durchaus in Ordnung. Aber als einziges nennenswertes Microsoft Exklusivspiel der jüngsten Zeit wirkt es im Vergleich zu dem, was Sonys Studios in den letzten Monaten abgeliefert haben, spielerisch zu grob, unnötig langatmig und repetitiv. Dabei hätten viele Kritikpunkte durch ein paar Monate Feinschliff behoben werden können. Das hätte aus High on Life noch immer keinen AAA-Titel gemacht, aber zumindest ein Spiel, das man mit Freude beendet. So wie es nun vorliegt, geht es höchstens als Guilty Pleasure durch.
Kommentarezum Artikel