Test - Super Mario Galaxy 1 + 2 : Switch-Test: Die beste Version der galaktisch guten Jump-and-Runs.
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Satte acht Jahre zogen seit dem Release von Super Mario Odyssey mittlerweile ins Land. Seitdem wagte sich der Klempner nicht mehr in die dritte Dimension. Woran das liegt, wissen wir ebenso wenig wie ihr. Vermutlich, weil das verantwortliche Entwicklungsteam zunächst das fantastische Donkey Kong Bananza entwickeln musste. Immerhin gibt es mit dem Doppelpack beider Teile von Super Mario Galaxy jetzt etwas Futter für darbende Mario-Fans.
Eigentlich liegt die Vermutung ja nahe, dass Super Mario Galaxy und Super Mario Galaxy 2 in der vorliegenden, aufgefrischten Fassung für Nintendo Switch und Switch 2 ein Pflichtkauf sind. Dem ist aber tatsächlich nicht so – nicht zuletzt aufgrund des saftigen Preispunkts. Satte 70 Euro ruft Nintendo für das Doppelpack auf, einzeln bekommt ihr die Titel für je 40 Steinchen.
Die Frage der Technik
Mittlerweile haben die Originale rund 18 beziehungsweise 15 Jahre auf dem Buckel – entsprechend hoch fallen die Erwartungen an die technischen Überarbeitungen von Super Mario Galaxy und Super Mario Galaxy 2 aus. Nintendo hat sich sichtlich ins Zeug gelegt und spendiert den Titeln im Dock-Modus eine 1080p-Auflösung auf der Nintendo Switch, die Switch 2 schraubt diese sogar auf 4K hoch.
Auch die Texturen erhielten eine Frischzellenkur, allerdings erstellte Nintendo sie nicht komplett neu. So fällt der Detailgrad relativ gering aus, was zu einer etwas altbackenen Optik führt. Übergänge zwischen einzelnen Elementen der Spielwelt wirken hart, Wiesen sind spärlich bewachsen und Mauern erscheinen grob. Dank der Cartoon-Optik fallen diese Unzulänglichkeiten glücklicherweise nicht so stark ins Gewicht, wie es bei einem realistischeren Grafikstil der Fall wäre.
Beide Spiele laufen flüssig und ohne Ruckler, allerdings fällt auf der Nintendo Switch die fehlende Kantenglättung auf, was zu sichtbarer Treppchenbildung führt. In der Hitze des Gefechts dürfte das aber kaum stören, im direkten Vergleich mit der Switch 2 ist der Unterschied jedoch deutlich sichtbar.
Die Zwischensequenzen selbst erzählen zwar noch immer keine bahnbrechende Geschichte, bieten aber zumindest eine entscheidende Verbesserung: Die schwarzen Balken oben und unten gehören der Vergangenheit an. Abgesehen davon erfuhren sie offenbar dieselben Gamma- und Auflösungsanpassungen, die Super Mario Galaxy bereits in der Super Mario 3D All-Stars-Version von 2020 spendiert bekam.
Immer in Bewegung
Spielerisch bleiben beide Teile von Super Mario Galaxy weiterhin über jeden Zweifel erhaben. Die altbekannte Prämisse, Prinzessin Peach aus Bowsers bösen Pranken zu befreien, schickt euch von Planet zu Planet – jeder mit eigenen Ideen, Kniffen und kreativen Ansätzen. Die oftmals winzigen Himmelskörper spielen mit Gravitation, Perspektive und nutzen die Item-Vielfalt der Reihe perfekt aus. Nicht umsonst zählen die beiden Abenteuer zum Besten, was Nintendo je erschaffen hat.
Da die Originale auf der Wii erschienen, musste damals natürlich auch die Wii-Fernbedienung eingebunden werden. Mit dieser sammeltet ihr Sternteile, mit denen ihr neue Levels und kleine Goodies freischaltetet. Auch in den Neuauflagen funktioniert das wahlweise über die Joy-Cons – doch Nintendo hat sich diesmal auch eine alternative Steuerungsoption einfallen lassen.
Den Zeiger steuert ihr nun nämlich wahlweise über den Gyro-Sensor. Nach etwas Übung geht das weitgehend intuitiv von der Hand und kommt in einigen Minispielen zum Einsatz. Ob ihr auf einem Rochen reitet oder mit Yoshis Zunge bestimmte Elemente anvisiert – in den meisten Fällen funktioniert die Steuerung präzise. Im Handheld-Modus dürft ihr sogar den Touchscreen nutzen, was allerdings etwas unhandlich ist und Umgreifen erfordert.
Auch der Amiibo-Support darf nicht fehlen: Über die NFC-Figuren erhaltet ihr Bonus-Items oder Sternensplitter. Habt ihr Freundinnen oder Freunde zur Hand, können sie euch zusätzlich mit dem Pointer unterstützen – auf der Switch 2 funktioniert das wahlweise sogar im Maus-Modus. Neulinge freuen sich außerdem über einen Hilfsmodus, und in einem eigenen Menü könnt ihr dem fantastischen Orchester-Soundtrack lauschen.
Greift zu, wenn...… euch die zwei fantastischen Weltraumabenteuer bisher entgangen sind und ihr Jump-and-Runs auch nur das Geringste abgewinnen könnt.
Spart es euch, wenn...… euch der hohe Preis abschreckt und ihr massive technische Verbesserungen gegenüber der Wii-Originale erwartet.




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