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Test - The Witcher 3: Wild Hunt : Wie gut ist das Next-Gen-Upgrade?

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The Witcher 3: Wild Hunt ist auch sieben Jahre nach dem ursprünglichen Release immer noch ein grandioses Rollenspielepos. Nun ist endlich das lange erwartete Next-Gen-Upgrade da und beschert vor allem Besitzern von leistungsstarken PCs eine echte Überraschung. Gleichzeitig zeigt der Titel von CD Projekt der neuen Konsolengeneration deutlich ihre Grenzen auf und das nicht nur aufgrund der bereits in die Jahre gekommenen Engine.

Sieben Jahre nach dem Release steht The Witcher 3: Wild Hunt bei nicht wenigen Rollenspielfans immer noch an der Spitze der Nahrungskette. Nicht ohne Grund, im Hinblick auf erzählerische Qualitäten, Dialoge und Charakterdarstellung ist das Spiel einfach bockstark. Hinzu kommt eine wunderschön gestaltete Spielwelt, deren Panoramen einem auch heute noch Schauer über den Rücken jagen.

Von daher ist wohl kaum jemand wirklich traurig, dass The Witcher 3 nun mit dem Next-Gen-Upgrade nochmals eine Verschönerung erhalten hat. Und das auch noch komplett kostenlos für Besitzer des Spiels. The Witcher 3: Wild Hunt verschönert auf PS5 und Xbox Series X/S und dazu noch mit einem vollwertigen Update für den PC – Herz, was willst du mehr.

Beginnen wir mit den Konsolenversionen. Die wohl wichtigste Ergänzung sind hierbei die beiden Grafikmodi. Im Qualitätsmodus wird das Spiel durch Ray-Tracing-Effekte aufgehübscht, deren Performance-Hunger weitgehend durch die Nutzung von FSR 2.1 aufgefangen werden soll. Dank Ray-Traced Global Illumination und Ambient Occlusion sieht das Spiel hübscher aus denn je, auch wenn die mittlerweile sieben Jahre alte Basis immer wieder durchschimmert.

Der Performance-Hunger der Effekte ist allerdings ebenfalls sichtbar, denn die angepeilten 4K30 werden trotz FSR und dynamischer Auflösung durchaus nicht immer stabil gehalten. Vor allem stark mit Objekten und NPCs vollgepackte Abschnitte wie Novigrad bringen die Performance immer wieder ins Straucheln. Wer auf das Ray-Tracing verzichten kann, greift daher lieber zum Performance-Modus, der dank weiterer Überarbeitungen immer noch schick aussieht, vor allem aber die erhofften 60 Bilder pro Sekunde erreicht, was das Gameplay um einiges responsiver macht.

Dass The Witcher 3 im Performance-Modus auch ohne Ray-Tracing ein Hingucker ist, liegt unter anderem daran, dass einige spannende Mods aus der Community offiziell eingebunden wurden. Mods wie The Witcher 3 HD Reworked Project oder HD Monsters Reworked verpassen nicht wenigen Elementen des Spiels einen deutlich schöneren Look als die Originaltexturen. Hinzu kommen weitere Überarbeitungen wie verbesserte Wasseroberflächen, dichtere und detailliertere Vegetation und so einiges mehr.

Noch spannender wird es, wenn man zur PC-Version greift, wobei es hierbei durchaus einige Einbußen in der Performance gibt, eben bedingt durch die Mods und die Überarbeitungen. Es ist also nicht unbedingt verwunderlich, wenn die Originalversion auf eurem Rechner besser läuft als die neue Version 4.00. Geboten wird allerdings so einiges, speziell wenn eine der moderneren Grafikkarten im Rechner steckt.

Da wir gerade noch ein Testexemplar der Zotac GeForce RTX 4080 16GB AMP Extreme Airo im Stall hatten, konnten wir es uns nicht verkneifen, alle Grafikregister zu ziehen. Was das Spiel dann auf den Bildschirm zaubert, ist schlicht beeindruckend und wischt mit etlichen aktuellen Spielen den Boden auf. Neben Ray-Traced Global Illumination und Ambient Occlusion kommen noch Ray-Traced Schatten und Reflexionen zum Einsatz. Dank DLSS 3 wird deren Hunger sehr akkurat aufgefangen, sodass wir am Ende mit den neuen Ultra-Plus-Settings in 4K flüssig mit über 60 fps spielen konnten.

Wohl dem, der solch ein Setup hat, denn in 4K mit voll aufgedrehten Grafikoptionen sieht das Spiel einfach zum Niederknien aus. Der neue Fotomodus im Spiel wird sicherlich nicht selten zum Einsatz kommen. Auf dem PC mit entsprechender Grafikkarte zeigen sich die visuellen Verbesserungen natürlich um einiges mehr als auf den Konsolen. Der Unterschied zwischen einer 2.000-Euro-Grafikkarte und einer 500-Euro-Konsole ist aber quasi selbsterklärend.

Erfreulicherweise hat CD Projekt RED aber nicht nur bei der Grafik ordentlich eins draufgesetzt, sondern einiges an spannenden Features eingebaut, die das Spielen angenehmer gestalten. Das beginnt bei neuen Filtern für die Weltkarte sowie neuen Optionen für die Minimap und das gesamte UI bis hin zu einer neuen, optionalen Bedienung für die Hexerzauber, die einen nicht dauernd in ein Menü schickt, oder dem Instant-Looten von Kräutern ohne Umweg über ein Loot-Fenster.

Sehr gut gefällt uns die neue Kameraoption, die dichter an Geralt positioniert ist und für Erkundung, Kampf und Reiten separat einstellbar ist. Eine gute Idee. Bei der Erkundung stärkt die dichtere Kameraführung die Immersion in der Spielwelt, während ihr mit der „alten“ Kamera im Kampf den Überblick behaltet. Und nicht zu vergessen: dank der Netflix-Serie gibt es zudem auch noch eine neue Quest sowie einige kosmetische Objekte. Praktisch ist, dass die gesammelten Quality-of-Life-Features nahezu komplett optional sind und ihr euch das Spiel mehr denn je nach eigenem Geschmack zurechtbasteln könnt.

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