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Preview - Ghost Recon: Future Soldier : Geister aus der Zukunft

  • PS3
  • X360
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Doch auch die Bodentruppen verfügen über futuristische Technik. Da wäre zum einen der Tarnmodus, der dann aktiviert wird, wenn ihr euch gebückt bewegt. Dadurch seid ihr schwerer zu entdecken. Allerdings verliert die Tarnung ihre Wirkung, wenn ihr rennt oder Waffen einsetzt. Überdies könnt ihr Granaten nutzen, die verdeckte Feinde in einem begrenzten Radius sichtbar machen. Sehr hilfreich, um in einem unübersichtlichen Gebiet für Klarheit zu sorgen. Per Druck auf das Digitalkreuz aktiviert ihr eine Art Sonarsichtmodus, der einen ähnlichen Effekt besitzt, aber die sonstige Ansicht stark einschränkt.

Waffenbaukasten

Um auf dem Schlachtfeld immer die richtigen bleihaltigen Argumente parat zu haben, gibt es den sogenannten Gunsmith. Hier könnt ihr 52 unterschiedliche Waffen nach euren Wünschen oder auf die jeweilige Mission anpassen. Ihr tauscht den Lauf aus, um die Reichweite des Gewehrs zu verändern, schraubt einen Schrotflintenaufsatz an, um zusätzliche Feuerkraft zu gewinnen, oder benutzt ein Visier, um entfernte Ziele besser anvisieren zu können.

Es ist schon fast absurd, was ihr für Möglichkeiten habt, um die Eigenschaften eurer Waffe zu bearbeiten. Jedoch birgt jede Veränderung Vor- und Nachteile, die ihr auf einem Schießstand erproben dürft. In unserer Sitzung ließ sich allerdings nicht sagen, inwiefern es möglich ist, das System zu überlisten und aus den reichhaltigen Kombinationsmöglichkeiten die ultimative Waffe zu bauen, die jeder Lebenslage gerecht wird. Hier muss man abwarten, was die Vollversion in dieser Hinsicht abliefern wird.

Eine gesunde Portion Action

Nach den ersten Minuten in der Kampagne wird deutlich, wie viel Wert die Entwickler auf eine überzeugende Präsentation gelegt haben. Die Kamerafahrten sind hektisch und bleiben immer nah am Geschehen. Versteckt ihr euch hinter einer Deckung und werdet von den Gegnern beschossen, fährt die Kamera an euren Soldaten heran. Möchtet ihr die Schüsse erwidern, zittert die Perspektive spürbar. Genaues Zielen wird so unmöglich. Auch die Zwischensequenzen wurden aufwendig in Szene gesetzt. Dabei scheuten die Entwickler nicht vor expliziter Gewaltdarstellung zurück. In einer Szene sieht man einen Rebellen vor einem Fenster telefonieren. Es öffnet sich und ein Ghost schießt dem Terroristen von hinten durch das Auge. Der neueste Ableger der Ghost-Recon-Serie richtet sich deutlich an erwachsene Shooter-Fans.

Die Entwickler haben aber noch einiges auf ihrer Agenda zu erledigen. Gerade was die Grafik betrifft, wirken einige Umgebungen momentan unfertig. Detailarme Bäume oder fehlende Texturen trüben das Bild. Dafür wurden die Soldaten mit Liebe zum Detail gestaltet. Auch die Schauplätze überzeugen. Ferner tauchen oftmals Zivilisten auf, die auf eure Handlungen reagieren und sogar panisch wegrennen, wenn ihr mit dem Gewehr auf sie zielt. Manchmal schreiten sie sogar selbst zur Tat. In einer Szene infiltrieren wir mit unserem Team ein Gebäude. Plötzlich tauchen Rebellen im Hof auf, die sich an einem Soldaten rächen. Anstatt einzugreifen, lassen wir sie einfach in Ruhe, schließlich sind wir in geheimer Mission unterwegs. Solche Momente sorgen zusätzlich für Atmosphäre.

Fazit

Christian Kurowski - Portraitvon Christian Kurowski
Die Entwickler haben gut daran getan, sich beim neuesten Ghost Recon Zeit zu lassen. Der Third-Person-Shooter spielt sich schon jetzt überzeugend, was gerade der aufmerksamen Computer-Intelligenz geschuldet ist. Sowohl Freunde als auch Feinde reagieren clever und schaffen so eine anspruchsvolle Spielerfahrung. Rambo-Fans werden schon früh ins Gras beißen. Trotzdem bleiben aktuell noch einige Fragezeichen. Wie sieht es mit der Geschichte aus? Kann die Kampagne dauerhaft überzeugen und bei der Stange halten? Was kann der Mehrspielermodus? Darüber hinaus wirkt die Grafik an einigen Stellen unfertig. Doch bis zum 24. Mai ist noch eine Menge Zeit und die Entwickler haben versichert, Ghost Recon: Future Soldier bis dahin auf Hochglanz zu polieren. Shooter-Anhänger mit einem gewissen Grad an Anspruch dürfen sich schon mal freuen.

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